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Persönlichkeit & Charisma

Von Personal Branding zu Proof of Person

Unter 10 August, 2026Keine Kommentare
KI kann Content produzieren. Sie können ihr nicht Ihre Kredibilität überlassen.

Ich arbeite seit über 30 Jahren im Bereich Branding – und habe einen Großteil meines Berufslebens damit verbracht, Menschen dabei zu helfen, sichtbarer, unverwechselbarer und glaubwürdiger zu werden. Deshalb kann ich einfach nicht umhin, darüber zu sprechen, welchen Einfluss KI aktuell auf Personal Branding hat. Denn wenn jeder innerhalb von Sekunden professionelle Inhalte, überzeugende Bilder und scheinbar intelligente Meinungen generieren kann, stellt sich die Frage:

Was macht SIE glaubwürdig?

Die neue Phase des EU-KI-Gesetzes, die seit dem 2. August in Kraft ist, macht die Auseinandersetzung mit diesem Thema besonders dringlich. Schauen wir uns das also genauer an. Artikel 50 führt Transparenzpflichten für bestimmte KI-Interaktionen und KI-generierte oder -manipulierte Inhalte ein. Auf den ersten Blick handelt es sich um eine regulatorische Angelegenheit.

Es signalisiert jedoch etwas viel Größeres für Marken, Führungskräfte und alle, die eine persönliche Marke aufbauen:
Menschliche Präsenz ist heute wichtiger denn je.

Jahrelang ging es beim Personal Branding vor allem um Sichtbarkeit: Expertise teilen, Inhalte erstellen, Reichweite aufbauen, eine unverwechselbare Stimme entwickeln. KI hat die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen all dessen verändert. Sie kann Artikel, Fotos, Videos, Präsentationen, professionelle LinkedIn-Posts erstellen – und immer häufiger sogar etwas, das Ihnen verblüffend ähnlich sieht und klingt.

  • Inhalte sind nicht mehr 𝗽𝗿𝗼𝗼𝗳 𝗼𝗳 𝗲𝘅𝗽𝗲𝗿𝘁𝗶𝘀𝗲.
  • Perfektion ist nicht mehr 𝗽𝗿𝗼𝗼𝗳 𝗼𝗳 𝗰𝗼𝗺𝗽𝗲𝘁𝗲𝗻𝗰𝗲.
  • Sichtbarkeit ist nicht länger 𝗽𝗿𝗼𝗼𝗳 𝗼𝗳 𝗽𝗿𝗲𝘀𝗲𝗻𝗰𝗲.

Was hier radikal an Bedeutung gewinnt, ist die Person, die zu ihren Worten steht und ihnen auch Taten folgen lässt. Die Leitlinien der Kommission selbst weisen auf etwas hin, das meiner Meinung nach zu einer der wertvollsten Währungen des KI-Zeitalters werden wird:

PROOF OF PERSON
  • Kann ich nachvollziehen, wer die Entscheidung trifft?
  • Ist hinter den Worten ein nachvollziehbarer Standpunkt erkennbar?
  • Würde diese Person in einer Besprechung oder im persönlichen Gespräch dasselbe sagen?
  • Kann sie ihre Argumentation auf Nachfrage erklären?
  • Ist sie bereit, Verantwortung für ihre Beiträge zu übernehmen?

Je leichter Maschinen überzeugende Kommunikation erzeugen können, desto wertvoller werden unverkennbar menschliche Eigenschaften: Professionalität, Zuverlässigkeit und Vertrauen.

Personal Branding bedeutete und bedeutet immer noch, jemand zu sein, den Menschen wiedererkennen, dem sie vertrauen und an den sie glauben können. Und dieses Thema werde ich in den kommenden Monaten noch viel genauer beleuchten:
Presence, Trust and Personal Impact in the Age of AI

Und nun zu Ihnen: wie finden Sie meine Zusammenarbeit mit KI im Hinblick auf diese Fotos?

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